Neubeginn der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Ecuador und Deutschland

Bild vergrößern Die Regierungsverhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit zwischen Ecuador und Deutschland sind am Donnerstag, 23. November, zu Ende gegangen. Den Vorsitz führten Silvia Espíndola, Staatssekretärin für internationale Zusammenarbeit im ecuadorianischen Ministerium für Äußeres, und Christoph Rauh, Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit mit Südamerika des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Verhandlungen, die am Mittwoch, den 22. November, in Anwesenheit des stellvertretenden Außenministers Rolando Suárez und des deutschen Botschafters in Ecuador, Joachim Ernst von Marschall, begannen, verliefen in einer positiven, freundlichen und offenen Atmosphäre. Das gemeinsame Interesse an der Stärkung der Zusammenarbeit und der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern wurde nochmals bekräftigt. Joachim Ernst von Marschall dankte Staatspräsident Moreno für seine Offenheit, die einen guten Rahmen für die künftige –deutsch- ecuadorianische Zusammenarbeit bildet, und versicherte, dass Deutschland Ecuador weiterhin als verlässlichen und engen Partner und strategischen Verbündeten unterstützen will. Bild vergrößern
Nach zweitägigen Verhandlungen kamen die Parteien überein, zusammen an gemeinsamen Zielen zur Stärkung u.a. von Umweltthemen, Bioökonomie, Küstenmanagement, Energieeffizienz und nachhaltiger Stadtentwicklung zu arbeiten. Die Genderfrage war in den Verhandlungen von großer Bedeutung, und beide Länder einigten sich, die Zusammenarbeit zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen zu verstärken. Der Leiter der Abteilung für Südamerika des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Christoph Rauh, gratulierte der ecuadorianischen Seite zu den Erfolgen im Bereich des Umwelt- und Ressourcenschutzes und sagte, dass er Ecuador als wichtigen Partner für die Erreichung globaler Ziele schätzt.
Beide Delegationen betonten, wie wichtig es sei, Ecuador bei der Umsetzung der internationalen Agenda, insbesondere der Ziele der nachhaltigen Entwicklung, des Pariser Abkommens und der Neuen Städtischen Agenda, sowie im Rahmen der Organisation der Anrainerstaaten des Amazonas (OTCA) zu unterstützen.
Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat sich verpflichtet, der Regierung Ecuadors 2017 bis zu 29,5 Mio. EUR zur Verfügung zu stellen, die sich wie folgt aufteilen: technische Zusammenarbeit in Höhe von 18 Mio. EUR und finanzielle Zusammenarbeit in Höhe von 11,5 Mio. EUR. Am Ende der Sitzung wurde ein Protokoll unterzeichnet, das die von den Parteien eingegangenen Verpflichtungen festhält. Bild vergrößern Schließlich waren sich beide Länder einig, dass diese Verhandlungen einen Neubeginn für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ecuador bedeuten.