25. Jubiläum des Flüchtlingshilfeprogramms „Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI)“

Bild vergrößern Das 1992 von der deutschen Regierung in Kooperation mit dem UNHCR ins Leben gerufene DAFI-Stipendienprogramm gibt Flüchtlingen die Chance, sich über ein Hochschulstudium eine gute Ausgangsbasis für eine berufliche Karriere zu schaffen. Der Ständige Vertreter der Deutschen Botschaft, Martin Langer, betonte auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Quito mit den Partnern diese Programms in Ecuador, UNHCR und HIAS, dass hierdurch nicht nur jungen vielversprechenden Flüchtlingen eine Perspektive für ein selbstbestimmtes Leben eröffnet werde. Auch deren Familien und das Aufnahme- oder Herkunftsland profitierten indirekt von dieser Maßnahme. Die deutsche Regierung finanziert dieses Programm mit jährlich ca. 4 Mio. USD, konnte aber 2016/17 über Sondermittel zusätzlich 14 Mio. USD für 2017 zur Verfügung stellen. 2016 konnten so 4233 Studierende aus 37 Ländern gefördert werden. 

María Clara Martin, Vertreterin des UNHCR in Ecuador unterstrich die Bedeutung dieses Programms mit dem Hinweis, dass weltweit nur 1% der Flüchtlinge ein Bild vergrößern Hochschulstudium absolvieren, vielen selbst die Sekundarschulbildung verwehrt bleibt. Laut Auskunft der Leiterin von HIAS-Ecuador, Sabrina Lustgarten, konnten seit 2004 70 Stipendiaten in Ecuador gefördert werden, von denen bislang 26 ihr Studium erfolgreich abschließen konnten. Bild vergrößern In der Diskussion mit Vertretern von Unternehmen, Universitäten, staatlichen und städtischen Institutionen wurde deutlich, wie wichtig ein erfolgreich absolviertes Hochschulstudium für die Verbesserung der Lebenssituation der jungen Flüchtlinge und ihrer Familien und deren Integration in die Gesellschaft sein kann.