Geburt: Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt oder Erklärung zur Namensführung

Personenstandsrelevante Ereignisse im Ausland wie Geburten können bei Beteiligung deutscher Staatsangehöriger auch von einem deutschen Standesamt beurkundet werden.

Deutsche Personenstandsurkunden haben im Vergleich zu ausländischen den Vorteil, dass sie gegenüber deutschen Stellen Beweiskraft haben. Aus diesem Grund sollten deutsche Staatsangehörige die Ausstellung einer deutschen Geburtsurkunde für im Ausland geborene Kinder in Erwägung ziehen.

Besondere Bedeutung hat die Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt bei der Erstbeantragung eines deutschen Reisepasses. Vor der erstmaligen Ausstellung deutscher Ausweisdokumente müssen für Kinder, die nach dem 01.09.1986 im Ausland geboren wurden, zuerst die Geburtsnamen festgelegt werden. Die Kindeseltern haben dafür die Möglichkeit bei einem deutschen Standesamt entweder eine Erklärung zur Namensführung abzugeben oder alternativ die Auslandsgeburt nachbeurkunden zu lassen. Bei einer Erklärung zur Namensführung können Bescheinigungen über die Namensführung angefordert werden. Die Nachbeurkundung der Geburt hat den Vorteil, dass im Rahmen dieses Antrags nicht nur die Namensführung festgelegt wird, sondern außerdem eine standesamtliche Registrierung der Geburt des Kindes stattfindet und auf Antrag deutsche Geburtsurkunden ausgestellt werden können. Ausnahmen von dieser Regelung sind Kinder die durch eine Gesetzesautomatik bereits von Geburt an einen Geburtsnamen für den deutschen Rechtsbereich führen. Dies ist z. B. der Fall bei Kindern, deren Eltern bei der Beurkundung der Heirat in Deutschland einen Familiennamen festgelegt haben oder deren Mutter zum Zeitpunkt der Geburt ledig und allein sorgeberechtigt war. In diesen Fällen ist ein Antrag freiwillig.

Die Dokumente werden über die  Botschaft eingereicht und dem zuständigen Standesamt übermittelt. Das zuständige Standesamt ergibt sich anhand des Wohnortes des deutschen Staatsangehörigen. Bei Personen, die nicht mehr in Deutschland gemeldet sind, ist automatisch das Standesamt I in Berlin zuständig. Personen, die noch in Deutschland gemeldet sind, stellen den Antrag beim Standesamt Ihres deutschen Wohnortes. In solchen Fällen, ist es ratsam, sich vorab mit dem deutschen Standesamt in Verbindung zu setzen, um zu erfahren welche Dokumente tatsächlich notwendig sind.

Zusätzliche Informationen zum Thema vom Standesamt I Berlin

Zusätzliche Informationen zum Thema vom Auswärtigen Amt

Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt über die Botschaft Quito

Erklärung zur Namensführung über die Botschaft Quito

Antrag auf Beurkundung einer Auslandsgeburt im Geburtenregister (§ 36 PStG) [vnd.openxmlformats-officedocument.wordprocessingml.document, 43.06k]

Erklärung zur Namensführung minderjähriger Kinder [vnd.openxmlformats-officedocument.wordprocessingml.document, 36.01k]

Erklärung zur Namensführung eines volljährigen Kindes [vnd.openxmlformats-officedocument.wordprocessingml.document, 29.5k]

Zusatzerklärung zur Ermittlung des für die Entgegennahme einer Namenserklärung (§45 PStG) bzw. des für die Beurkundung einer Geburt (§ 36 PStG) zuständigen Standesamts [vnd.openxmlformats-officedocument.wordprocessingml.document, 19.39k]

Geburt: Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt oder Erklärung zur Namensführung

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