Anlegung eines Eheregisters

Grundsätzlich gilt, dass eine im Ausland erfolgte Eheschließung in Deutschland anerkannt wird, wenn im Zeitpunkt der Eheschließung die materiell-rechtlichen Eheschließungsvoraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter) für beide Partner nach ihrem jeweiligen Heimatrecht vorlagen und wenn das Recht am Ort der Eheschließung oder das Heimatrecht beider Ehegatten hinsichtlich der Form der Eheschließung gewahrt wurde.

Eine Registrierung Ihrer im Ausland geschlossenen Ehe bei Ihrem deutschen Standesamt ist nicht vorgeschrieben. Die ausländische Eheurkunde mit Apostille und amtlicher Übersetzung ins Deutsche wird üblicherweise anerkannt. Dennoch ist jede Behörde frei, eine nachträgliche Eintragung in das deutsche Eheregister zu verlangen. Das gilt auch für andere EU-Botschaften (wenn z. B. ein ausländischer Ehepartner von einem Deutschen dort ein Visum beantragt). Daher ist es generell ratsam bei dem für Sie zuständigen deutschen Standesamt einen Antrag auf Beurkundung Ihrer im Ausland geschlossenen Ehe im Eheregister zu stellen, auch wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind. Alle weiteren Einzelheiten sollten Sie direkt mit dem für Sie zuständigen Standesamt aufnehmen.

Deutsche Staatsangehörige, die keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, können den Antrag auf Beurkundung im Eheregister entweder direkt beim zuständigen Standesamt (Standesamt I in Berlin) oder über die für Ihren Wohnort im Ausland zuständige deutsche Auslandsvertretung stellen.

Beantragung über die Botschaft Quito