Humanitäre Hilfe für Ecuador: Schließen der Lücke zwischen Katastrophenvorsorge und Nothilfe

Das Auswärtige Amt unterstützt mit einer Vollfinanzierung in Höhe von 1.875.000€ ein Projekt des Deutschen Roten Kreuz zur Schließung der Lücke zwischen Katastrophenvorsorge und Nothilfe in Ecuador und Peru. Das Projekt umfasst den Einsatz humanitärer Hilfe bei Vorliegen einer Warnung über ein Extremwetterereignis, sowie die frühzeitige Feststellung möglicher Gefahren durch technische Klimaanalysen. Naturkatastrophen wie das Erdbeben im April 2016 haben die Gefährdungslage Ecuadors erneut aufgezeigt. Es können stets verschiedene Naturgefahren wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Fluten auftreten, weshalb insbesondere in Ecuador eine humanitäre Hilfe zum Schutz der vulnerablen Bevölkerung erforderlich ist. Eine technische Unterstützung durch die Auswertung von klimatischen Daten soll ein Frühwarnsystem garantieren, um in dem Fall einer Katastrophe möglichst schnell reagieren zu können. Frühwarnprotokolle sollen sich dabei nicht nur auf bestimmte Regionen spezialisieren, sondern möglichst landdeckend eingesetzt werden. 

Die Projektlaufzeit des Aktionsplans des Auswärtigen Amtes zur Anpassung der humanitären Hilfe an den Klimawandel ist für den Zeitraum vom 01.Mai 2017 bis zum 30.April 2020 (36 Monate) angesetzt. In Lima startete die erste Phase des Projekts bereits im Mai 2015 als Teil von drei Pilotprojekten des DRK in Hochrisikoländern.