Deutsche Grafikkünstler "How&Nosm" in Ecuador
Im Rahmen von „Chakana 2010, 1. Bienal de la Gráfica y la Comunicación Visual de Ecuador“, trafen sich erstmals Design- und visuelle Kommunikationsexperten aus Deutschland, Spanien und Frankreich. Es gab die Gelegenheit zum direkten Austausch zwischen Studenten und ecuadorianischen Profis, die wahre Künstler der exzellenten und zeitgenössischen Grafik Ecuadors sind. Ermöglicht wurde die Biennale im Rahmen des „Elysee-Projekts“ durch die Unterstützung der deutschen sowie der französischen Botschaft in Quito. Zwischen den internationalen Gästen befanden sich 2010 die beiden deutschen Graffitisprayer Davide und Raoul Perré alias „How&Nosm“, der französische Plakatmaler Michel Bouvet, Marisa Gallen aus Spanien und María Mercedes Salgado aus Ecuador. Die Werke der deutschen Zwillinge How&Nosm kann man in den Städten Guayaquil, Salinas und Quito bewundern. Die beiden wichtigsten Werke befinden sich an den Außenwänden der Universität Tecnológica Equinoccial in Salinas und der Casa Humboldt in Quito. Michel Bouvet hat einige Werke in Quito und Salinas erstellt.
Die 1. Nationale Biennale über Graphik und visuelle Kommunikation wurde durchgeführt zu Ehren der wichtigsten grafischen Elemente der prä-kolumbianischen Vierteilung, la chakana, auch cruz andina („Kreuz der Anden“) genannt, welche in der ganzen prä-hispanischen Welt bekannt war.
Da die kulturellen Aktivitäten Ecuadors bewusst dezentralisiert werden sollten, fand Chakana 2010 in der Provinz Santa Elena, an der Pazifikküste statt. Diese Provinz ist bekannt für ihre alte grafische und kulturelle Tradition, die 10.000 Jahre zurückreicht.
Die Erfahrung der Designer und der Austausch mit den eingeladenen Künstlern stieß auf großes Interesse. Zwischen dem 9. und 12.07.2010 besuchten über 1.000 Besucher die Universität Tecnológica Equinoccial (Campus Salinas), darunter größtenteils Studenten, die in Guayaquil, Cuenca, Quito, Riobamba, Ambato und Esmeraldas Design und visuelle Kommunikation studieren. Neben einer Vielzahl von Konferenzen und Ausstellungen, wurden auf der Biennale auch die beiden Preise Puruhúa (an Studenten) und Chakana (an Profis) verliehen.
„Chakana 2010, I Bienal de la Gráfica y la Comunicación Visual de Ecuador“, etabliert sich als wichtiges Ereignis des Designs und der visuellen Kommunikation in Ecuador –eine lokale und nachhaltige Initiative, welche in der nahen Zukunft wiederholt werden wird.
Das sog. „Elysee-Projekt“, ist ein deutsch-französisches Kulturprogramm in Drittstaaten, das insbesondere einen Mehrwert für die deutsch-französische Zusammenarbeit darstellen soll, der durch Maßnahmen der einzelnen Partner nicht erreicht werden kann.
Für die visuellen Künstler Ecuadors waren die Erfahrungen von Deutschland und Frankreich von großem Interesse. Das Auswärtige Amt und das französische Außenministerium setzten bereits zum siebten Mal erfolgreich das gemeinsame Kulturprogramm um.